Mei Schatz, des is a Schlamperer

Fränkischer Volkstanz zwischen Reformbewegung und Szenetreff

von Heidi Christ


Der Aufsatz ist eine leicht geänderte Fassung des Referats beim 23. Seminar für Volksmusikforschung und -pflege in Bayern »Musik – Heimat – Wissen – Schaffen« vom 19. bis 22. Februar 2015 auf Gut Häusern, Markt Indersdorf.

Hans Beier am 13. September 1955 an Josef Ulsamer: »Die Zahl der fränkischen Tänze ist Äußerst dürftig. Wir haben deshalb zu einigen fränkischen Weisen, die Sie auf beiliegendem Notenblatt angegeben haben, neue Tänze entwickelt. ... Die Melodie [des Schlamperer] hat große Begeisterung ausgelöst und ich wäre Ihnen für ähnliche Weisen recht dankbar. Vielleicht könnte man da noch einige Sachen herausfischen. Die Jugend liebt heute besonders schmissige Weisen und man müßte darauf Rücksicht nehmen. Die Neuentwicklungen sind natürlich nichts völlig neues. Wir haben Schrittarten alter Tänze einfach auf die fränkischen Weisen umgebaut. Ich weiß nicht, ob dies ein Weg ist. Aber warum soll es nicht auch im Volkstanz eine Weiterbewegung geben, ähnlich der Bestrebungen bei der Trachtenerneuerung.«

Hans Beier
Hans Beier (1916-1992), gebürtiger Egerländer, hat 1935 sein Studium an der Staatslehrerbildungsanstalt in Prag beendet und kannte aus dieser Zeit die Beschäftigung mit Volkslied und Volkstanz, die damals im »Volkstumskampf« zur Lehrerausbildung gehörte. Darüber hinaus hatte er nach eigenen Aussagen (Ritter  1996: 12) die Gelegenheit, an deutschen Rundfunksendungen mit Prof. Hanika mitzuwirken. Schon als Junglehrer hatte Beier, im Bemühen um einen modernen Sportunterricht, vor allem seine Schülerinnen in den Volkstanz eingeführt. In Aschfeld, wohin er bereits im Dezember 1945 nach der Entlassung aus wenigen Monaten britischer Kriegsgefangenschaft gelangte, erhielt er ab 1. Juni 1947 eine Anstellung als Aushilfslehrer im öffentlichen Schuldienst. Sein »Credo« war, eigenen Angaben zufolge, die geisteswissenschaftliche Pädagogik Eduard Sprangers mit dem Bildungsziel der inneren Formung des Menschen. Beier versuchte, die Dorfgemeinschaft als Erziehungsgemeinschaft umzugestalten, wobei er zu erkennen glaubte, dass zunächst eine Erziehung der Dorfbewohner zur Gemeinschaft überhaupt erfolgen müsse. Ausstellungen, Dorfabende, Sprachkurse, Kochkurse, Vorträge, Filme, Vereinsgründungen und -neuertüchtigungen, Musik und Tanz. Nach einer Jugendschutzwoche des Kreisjugendrings entstand 1952 der Volkstanzkreis Aschfeld. Hans Beier wechselte 1961 nach Gerbrunn, wo er 1964 zum Rektor ernannt wurde. Seit 1962 war er Ausbildungslehrer. Ab 1973 war er als Leiter des Ausschusses für schulpraktische Ausbildung an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät Würzburg tätig, an der er schon ab 1970 einen Lehrauftrag Volkstanz in der Grund- und Hauptschule innehatte.

Die ersten Tänze lernten die Aschfelder Jugendlichen 1952 von einem Heimatvertriebenen aus Schlesien, später unterrichtete Beier die Gruppe selbst und begleitete sie mit seiner Geige. Da es noch kein fränkisches Volkstanzheft gab, griff er auf das Spinnradl, (Schützenberger 1949) sowie auf das bibliographisch noch nicht identifizierte Buch »Sudetendeutsche Tänze« zurück. Als Beier beim Frankenbund erfolglos nach einem Fränkischen Tanzheft anfragte, wurde er von Professor Dünninger aufgefordert, selbst ein solches zu erstellen. Vom Frankenbund wurde ihm Volkstanzmaterial zur Verfügung gestellt, welches von Hellmuth Hingkeldey stammte, der offensichtlich innerhalb der ‚Arbeitsfront‘ in dieser Richtung gearbeitet hatte (Ritter 1996:  94).

Aus Korrespondenzen zur Entstehung des Tanzheftes geht hervor, dass Hans Beier die Arbeit nicht leicht fiel. »Ich selbst fühle mich natürlich dazu keineswegs als Fachmann. Ich wollte ... eigentlich nur die Gelder beischaffen,« schreibt er im Oktober 1955 an den Vorsitzenden des Frankenbundes und berichtet, dass die Materialbeschaffung schwierig sei. »Ich war ursprünglich der Meinung, Herr Hingkeldey hätte genügend Material. Gelegentlich eines Besuches bei ihm musste ich aber feststellen, dass dies kaum für ein eigenes fränkisches Heft reicht.«

Die Publikation »Fränkische Tänze« erschien 1957 in der Herausgeberschaft des Frankenbundes in Zusammenarbeit mit dem Heimatpfleger von Unterfranken Dr. Andreas Pampuch und enthielt folgende Tänze mit folgenden Quellenhinweisen:

  • Den Grünwalder Walzer von Siegfried Rethfeld – der über die Fachausschüsse des Bayerischen Jugendrings berichtet, »die vor allem in den Fachausschüssen für Leibeserziehung ind Singen/Musik/Tanz ... 1950 entstanden. Zu dieser Zeit gab es auch eine Lehrmannschaft im BJR, meistens eine Sprortlehrerin und einen Sportlehrer«. (Rethfeldt)
  • Schustertanz aus der Sammlung Sechsunddreißig Heimat-Tänze von Siegfried Knirsch (nicht identifizierte Quelle)
  • Kronenwirt  aus Volkstänze und Reigen von Gerda Langer (Langer 1953)
  • Hafermähn  aus Lauf Moidl, spring Moidl von Gerhad Rittner (Rittner 1950)
  • Fingerlpolka aus Spinnradl von Erna Schützenberger (Schützenberger 1949)
  • Kreuzpolka, Lustige Familie, Spinnradl, Woaft nach mündlicher Überlieferung im Lkr. Karlstadt – in Karlstadt gibt es seit 1924 einenTrachtenverein, der seit 1929 in »Volkstracht« auftritt
  • Tanz rüber, Schlamperer, Laß doch der Jugend, Gergla Neuentwicklungen des Alschfelder Tanzkreises
  • Hans bleib da, Stampfer, Patscher, Bauramadla, Gemütlichkeit, Fränkischer Zufallwalzer, Fränkischer Dreher von Hellmut [sic] Hingkeldey, Schweinfurt, am Riedhof, aufgezeichnet


Helmuth Hingkeldey
Helmuth Hingkeldey († 1980?) wurde am 9. Januar 1913 in Neustadt an der Aisch geboren, trat am 1. Januar 1936 der NSDAP bei. Als Student – vermutlich für ein Lehramt – wurde er Mitte der 1930er-Jahre in Würzburg, mit seiner Heirat 1936 in Versbach ansässig. Mehrere Schriftstücke aus dem Bundesarchiv betiteln ihn zwischen August 1937 und Dezember 1943 als Kulturwart der NS-Kulturgemeinde. Wir wissen weiterhin, dass er innerhalb der NS-Organisation »Kraft durch Freude« der Gaudienststelle Mainfranken, Abteilung »Feierabend« in Würzburg angehörte und das relativ hohe Amt eines »Gauwartes« bekleidete. Wahrscheinlich war er nach dem 2. Weltkrieg in Sachen Volksmusik, -lied und -tanz in Unterfranken bei Landjugendgruppen, Volkshochschulen und ähnlichen Jugendvereinigungen unterwegs. Und höchstwahrscheinlich verwendete er dabei das Material, das er Hans Beier für dessen Tanzheft zur Verfügung stellte und das uns als Kopie vorliegt.

Die Blätter sind allesamt mit Schreibmaschine geschrieben, die Noten mit der Hand. Sie tragen die Anschrift »Die Deutsche Arbeitsfront / NSG. „Kraft durch Freude“ / Gaudienststelle Mainfranken / Abteilung „Feierabend“ D.« und sind mit dem handschriftlichen Namenskürzel Hingkeldeys versehen. Es handelt sich außer den o.g. noch um »Wechselschrittler (Schottisch)«, »Kreuzpolka«, »Hirtamadl«, »Wechselschottisch«, »Zweischritt-Schottisch«, »Schlenkerer«. Keine Hinweise auf Gewährspersonen, Aufzeichnungsort oder -zeit sind zu finden. Wir stehen vor der schwierigen Frage zu unterscheiden was ist hierbei Fund und was ist Erfindung. Hat Hingkeldey seine Tanzbeschreibungen eventuell nach den Tänzen angefertigt, die er in den 1930er-Jahren beim Sennfelder Trachtenverein beobachtet hat? Oder hat der Sennfelder Trachtenverein seine Tanzbeschreibungen zur Ausführung der Tänze verwendet?  

Volkstrachten-Erhaltungsverein Sennfeld
Der Volkstrachten-Erhaltungsverein »Die Semflder« wurde 1922 gegründet. Schon vor der Wende zum 20. Jahrhundert hatten sich Sennfelderinnen und Sennfelder bei Landwirtschaftsfesten mit alten Plan- bzw. Festtrachten präsentiert und den Plantanz vorgeführt. Diese ad hoc zusammengestellte Vorführgruppen aus dem Sennfelder Turnverein organisierten sich nach Schweinfurter und Nürnberg Vorbildern zum Trachtenverein. Im Jahr nach der Gründung gab es in Sennfeld einen ersten Tanzleiter, Tänze wurden geprobt. Zunächst war Eduard Göschel aus Schweinfurt, ein Altbayer, der den TV Oberlandler Schweinfurt mitbegründet hatte und der sich um die fränkischen Volkstrachten bemühte - zu Tanzproben nach Sennfeld gekommen. Am 6. August 1924 wurde der Musikverein Schweinfurt »zwecks Abhaltung einer Tanzprobe eigens hierher [nach Sennfeld] beordert ... wo unter der Leitung von Georg Kitz das Bauernmädla, Gemütlichkeitswalzer und die Polonaise geprobt wurden.«

Die steile Karriere, die der Verein in den 1930er-Jahren verzeichnen konnte, hängt definitiv damit zusammen, dass die bisherigen Darbietungen des Vereins in die NS-Konzepte von »Volkstumspflege« passten. Hellmut Hingkeldey wird erstmals in der Sennfelder Chronik 1936 erwähnt, in Zusammenhang mit den Vorbereitungen zur Teilnahme am »Weltkongress« des KdF.

Als der Sennfelder Trachtenverein 1937 zur großen Auslandsreise nach Bulgarien und Rumänien eingeladen wurde, um in den deutschen Siedlungen dort deutsches Volkstum zu vertreten und zu zeigen, und sogar eine Teilnahme an der Weltausstellung in Paris in Aussicht gestellt wurde, beschloss man, von nun an regelmäßige Tanz- und Singproben abzuhalten. »Kamerad Göschl lernte uns verschiedene neue Tänze« – Ja welche denn? Die tagebuchähnliche Beschreibung der Reise erwähnt beinahe jeden Abend, dass gesungen und getanzt wurde, bevor man gesellig beisammen saß. Der Reise folgt eine Einladung zu den Nürnberger Reichsparteitagen und bei einer Versammlung wird mitgeteilt »dass morgen Hingkeldey kommt zur Tanzprobe«. Am 15. August wird eine Tanzprobe gehalten, »an welcher PG Hingkeldey und Göschl teilnahmen ... nachdem er unsere Tänze einer Kontrolle unterzogen hatte, verabschiedete er sich wieder.« – Wiederum hat der Chronist die Tänze nicht benannt, weder bei den Proben noch bei den Vorführungen. Einer der letzten Einträge in dem 1. Band der Sennfelder Chronik datiert vom 3. April 1937: »Hingkeldey und ein Herr aus Berlin besichtigen heute unsere Gruppe

Fränkischer Volkstanz vor 1933
Bauernmädla, Gemütlichkeitswalzer, Polonaise. Das waren die Tanznamen, die in der Sennfelder Chronik 1922 auftauchen. Hirtenmadla, Bauernmadla, Kreuzpolka, Schwarzwaldmädel sind als beliebte Figurentänze auf ländlichen Tanzböden zwischen 1890 und 1920 in den Notenhandschriften an unserem Archiv auszumachen. Hierzu sind auch Schellackbelege vorhanden. Die weitaus größere Überzahl waren Rundtänze: Walzer, Rheinländer, Schottisch, Dreher, Mazurka und – im südöstlichen Franken –  Zwiefache.

Steffi Zachmeier konnte in ihrer Magisterarbeit »Zur Entwicklung der Volkstanzpflege in Franken nach 1945« (Zachmeier 1990) für die späten 1920er-Jahre drei Volkstanzkreise in Nürnberg, weitere in Ansbach, Fürth, Schwabach und Weißenburg ausmachen, die sich 1929 bei einem Treffen auf der Wülzburg mit Tanzkreisen aus Amberg, Augsburg, Memmingen, München, Weiden und Ulm zu einem Volkstanzring Bayern zusammenschlossen. Es handelt sich dabei um jugendbewegte Tanzkreise, deren Arbeit in Franken überhaupt noch nicht untersucht ist. Schwedische, norddeutsche, im besonderen aber Geestländer Volkstänze nach dem Vorbild der Tanzkreise von Anna Helms seien dort getanzt worden. »In Franken gibt es fast keinen einheimischen Volkstanz« wurde berichtet. In Süddeutschland würden »die heimatlichen Tänze ... mehr von Trachten- und Heimatvereinen gepflegt und vor dem Vergessen bewahrt, als von der Jugendbewegung«. »Dem Streben der Jugendbewegung nach gemeinschaftsbildender Kultur schienen die Reigen und Bunten aus dem Norden besser zu entsprechen als die eher paarbezogenen süddeutschen Tänze,« fasst Zachmeier die Situation zusammen (Zachmeier 1990: 30)

Elfriede Ritter-Cario
Wer waren die Protagonisten der jugendbewegten Tanzszene in Franken? Elfriede Ritter-Cario, bis 1926 nur Cario, zum Beispiel. Sie war (zumindest) 1922 Leiterin der Volkstanzkurse an der Hochschule für Leibesübungen (Cario 1922: Vorwort). Seit 1926 wohnte die Herausgeberin der Zeitschrift »Der Volkstanz« in Nürnberg und sie stand offensichtlich in engem Kontakt mit den eben benannten Tanzkreisen. Elfriede Ritter-Cario verschwindet Anfang der 1930er im Nebel der Geschichte. Ihre Sicht der Volkstanzpflege beschreibt sie im Beitrag über »Volkstanz und Singspiel« in der Festschrift für Alfred Giesecke, den Mitinhaber der Verlagsbuchhandlung B.G. Teubner aus dem Jahr 1928. »In unseren nördlichen Nachbarstaaten begann man um die Jahrhundertwende, Sträuße aus diesen Blüten [an den Rändern des Urdickichts des Volkstanzes] zu binden, und heimkehrende Studienreisende versuchten, auch in Deutschland jenes Dickicht zu erforschen. Sie schlugen kreuz und quer Wege durch das in seinen ältesten, wertvollsten Teilen aus Mangel an Luft und Sonne bereits abgestorbene Gebüsch; und siehe da: kaum konnte ein Lichtstrahl hineinfallen, als auch schon frisches Grün und kraftstrotzende Triebe mit edlen Blüten aus dem alten Holz hervorbrachen. Die ersten Pfadfinder führten andere zu ihren Fundplätzen. Die erst schmalen Wege verbreiterten sich. Als man die ungebrochene Triebkraft der alten Wurzeln, die unverbrauchte Nährkraft des Bodens gewahrte, begannen einige mit gärtnerischen Versuchen: sie pfropften vertraute Reiser auf den Wildwuchs, stutzen und beschnitten ihn, zogen Ableger auf, streuten im Nutzgarten gezogene Samen auf Lichtungen, schlugen Durchblicke in bekanntes Land, machten sich und die Ihren heimisch zwischen den Wildlingen.« (Ritter-Cario 1928: 153)

Wie wir bedauernd zugeben müssen, besitzt die Forschungsstelle weder die Zeitschrift »Der Volkstanz«, noch andere Quellen zu diesem Strang der fränkischen Volkstanzpflege, die Steffi Zachmeier für ihre Magisterarbeit herangezogen hat. Doch wird aus unseren spärlichen Quellen ein eindringliches Forschungsdesiderat deutlich, das ich an dieser Stelle nur mit ein paar Schlagworten benennen will. Die Wirkungsstätte Elfriede Ritter-Carios, die Deutsche Hochschule für Leibesübungen wurde 1920 in Berlin gegründet, Initiator und Prorektor war der gebürtige Würzburger Carl Diem. Schnell sind wir bei der Planung und Durchführung der Olympischen Spiele 1936 in Berlin aber auch bei Lieselott Diem, der Günther-Schule in München, Carl Orff, Hans Bergese, Anneliese Schmolke, der Sporthochschule Köln, dem Jugendhof Barsbüttel, der Lohelandschule, Fritz Schroeder, Fritz Jöde und Max Tepp.

Schwarzerden
Kurz, wir befinden uns zunächst mitten in der Geschichte der Lebensreformbewegung und der Reformpädagogik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. An der Grenze zu Franken, in der Gemeinde Gersfeld in der hessischen Rhön ist die Schule Schwarzerden, 1927 gegründet aus einer Frauensiedlung als »Schule Schwarzerden, Ausbildungsstätte für sozial angewandte Gymnastik und Körperpflege«. Elisabeth Vogler (1892 Kassel-1975 Schwarzerden), Marie Buchhold (1890 Darmstadt - 1983 Schwarzerden) und Martha Neumayer (1900 Heilbronn - 1976 Schwarzerden) haben dort ihre Ideen von sozialer Gerechtigkeit, die eine verbesserte berufliche Bildung für Frauen und die individuelle Gesundheit an Körper, Geist und Seele einschließt, verwirklicht. Alle drei gehörten unterschiedlichen Strömungen der Jugendbewegung an, dem Wandervogel, der Freien Deutschen Jugend zwischen Hamburg und München. Vogler und Buchhold waren beide Lehrerinnen, Vogler mit Qualifikationen zur Turn- und Gymnastiklehrerin. Die »leibseelische Harmonie und Einheit«, die sie anstrebten, machte sich in Hygiene- und zahlreichen anderen Körperkulturbewegungen, in Sport und Spiel, Tanz und Gymnastik, Freikörperkultur, Kleider- und Wohnungsreform, Licht- und Luftarchitektur bemerkbar. (Wörner-Heil 1996: 50f) Entsprechend gestalteten sie die Kursprogramme, in denen Frauen den staatlich anerkannten Abschluss Sozialgymnastin erwerben konnten. Während die Siedlungskonzeption und die sozialreformerischen Ideen der Frauen weitgehend aufgearbeitet sind, fehlt eine Beschäftigung mit den tänzerischen Inhalten der Ausbildung und des geselligen Lebens in Schwarzerden.

Als im Sommer 1940 siebzehn RAD-Führerinnen zur Ausbildung in Schwarzerden waren, entwickelten sie für die Pfingsfeier einen Tanz, der inzwischen zum Repertoire fränkischer Volkstanzgruppen und Trachtenvereine gehört: den Schwarzerdener. Karl Lorenz, Mann der ersten Stunde im Jugendhof Barsbüttel und Weggefährte von Fritz Jöde hatte – wann? wie? – Kenntnis von diesem Tanz erhalten. »Also known as Black Earth Circle ... This dance was presented at University of the Pacific Folk Dance Camp in 1969 by Walter Kogler, of Stuttgart, Germany«. Derzeit nicht nachvollziehbar ist, ob die RAD-»Mädel« 1940 schon die heute damit verbundene Melodie aus der Knaffl-Handschrift verwendeten. Denkbar ist das, denn die Knaffl-Handschrift (Geramb 1928: 141ff) wurde 1928 von Viktor von Geramb publiziert.

Atlas der Deutschen Volkskunde: 785 Fragebögen aus Franken
Fränkische Volkstänze – alles nur Erfindung? Blicken wir einmal in die Umfrage zum Atlas der Deutschen Volkskunde von 1932, genauer zum Rücklauf, die Frage nach Tanzmusik betreffend. 785 Fragebögen aus Mittel-, Ober- und Unterfranken liegen uns vor. Frage 129 beschäftigt sich damit, welche Tänze von den Ortsansässigen am liebsten getanzt wurden. Die Antworten dürfen nicht unbedingt als Fakt gewertet werden, sondern als Meinungsbild seitens der Gewährsleute, die aus der Bildungsschicht, vor allem aus der Lehrerschaft stammten. An älteren Tänzen (Fragebogen 192 a/1) werden genannt: Bauernmadla, Graf von Luxemburg, Hirtenmadla, Schwarzwaldmädel, Rutsch hi, Gemütlichkeit Kreuzpolka, Francaise, Quadrille und die Rundtänze. Aber auch der Schieber wird mehr als einmal unter den älteren Tänzen subsumiert, wir lesen auch »heute wird alles getanzt« und »ist mir nichts bekannt«. Bei modernen Tänzen (Fragebogen 129a/2) werden One-, Two- und Quickstep, Rumba, English Waltz, Foxtrott, Tango und Schieber – oft auch summarisch für alles moderne aufgelistet, dazu Rheinländer und andere Rundtänze, auch: »kennt man hier noch nicht« und »mit alten vermischt«. Insofern verwundert es nicht, dass die dritte Frage in diesem Zusammenhang – überwiegen dabei die älteren oder moderneren Tänze? (Fragebogen 129a/3) mit »ältere«, »moderne« und »halb und halb« beantwortet wird. Anything goes – oder die Gleichzeitigkeit der Ungleichzeitigkeit.

Hans von der Au, Karl Horak
Ansätze zur »Volkstanzforschung« lassen sich nach aktuellem Kenntnisstand auf die ausgehenden 1930er-Jahre zurückverfolgen. Der evangelische Pfarrer und Volkskundler Hans von der Au (1892-1955) ist vor allem in Hessen, aber auch im Spessart (Au 1938/1960) und in der Rhön (Au1935/1958) auf der Suche nach Volkstänzen. Bis in das 21. Jahrhundert hinein ist die unzureichende Reflexion über seine Arbeit vielleicht mit folgendem Zitat aus dem Internet zu belegen:»Im Dritten Reich wurde von den Machthabern versucht, den Volkstanz zu instrumentalisieren. Durch die Verbreitung des „deutschen Tanzes“ sollte das „völkische Brauchtum“ gepflegt werden. (Glücklicherweise gab es auch in dieser Zeit Menschen wie z.B. Hans von der Au, die den echten und ursprünglichen Volkstanz bewahren konnten. Viele Trachtenvereine widersetzten sich dem Versuch der Vereinnahmung durch die Nationalsozialisten und stellten ihre Tätigkeit vollständig ein.« (Weis o.J.)

Im Auftrag des Arbeitskreises Tanz im Bundesgebiet wurden die Bände der Bärenreiter-Reihe »Deutsche Volkstänze« ab 1959 von Hans Severin (1897-1972) neu herausgegeben Darunter auch der Band 28 von Karl Horak: Volkstänze aus dem Württembergischen Franken (= Deutsche Volkstänze 28, 1935 und revidiert 1986) Horak berichtete beim 1. Seminar für Volksmusikforschung und -pflege 1978 über seine Feldforschungen zum bayerischen Volkstanz (Horak 1980: 75-76), die ihn auch nach Franken geführt hatten: »Meine Frau hatte im Frühjahr 1933 Gelegenheit, an einer Reise durch Franken teilzunehmen. Sie nützte sie, um Bekanntschaften mit Musikanten und Tänzern anzuknüpfen, die wir dann in den Ferien 1933 und 1934 aufsuchten, um Noten und Bewegungen der Tänze aufzuschreiben. In Dillingen gab es noch den Siebenschritt, dort Doppelpolka genannt. Sehr ergiebig waren die Forschungen im Nördlinger Ries ... Eine ganze Anzahl von Paartänzen mit besonderen Schrittfolgen und Figuren war noch allgemein bekannt: ... Im Ries kamen der bairische Zweischrittdreher und der fränkische Dreischrittdreher nebeneinander vor. Ferner konnte man noch stundenlang Schweinauer (Zwiefache) tanzen. ... Ferner konnte ich in einigen Orten weitere, allerdings nicht mehr so intensive Befragungen vornehmen und dabei aufzeichnen: in Westheim bei Ochsenfurt ... in Kemmathen [welches, bei Arberg, Hiltpoltstein, Flachslanden, Markt Erlbach?] ... in Bamberg ... Kronach ... Kulmbach ...  Bayreuth. Durch andere Aufgaben und die politische Lage wurde um 1935 meine Sammeltätigkeit in Bayern unterbrochen. Erst nach dem WK II nutzte ich wieder gelegentliche Aufenthalte in Franken und der Oberpfalz, in den besuchten Städten und ihrer Umgebung nach Tänzen zu suchen. Die Zeit der lebendigen Tradition war jedoch vorbei. Jene Tanzformen, die man in der Volkskunde als Volkstänze bezeichnet, lebten im allgemeinen nur noch in der Erinnerung älterer Leute oder man konnte ihre Melodien in handschriftlichen Notenheften älterer Musikanten finden. Auf den Tanzböden herrschten die modernen Gesellschaftstänze, und was die Pflegegruppen boten, stammte sehr selten aus heimischer Tradition oder war bühnengerecht bearbeitet und daher als volkskundliche Quelle wertlos. Trotzdem konnte ich vereinzelt noch einige Tänze aufzeichnen«. Eine lohnenswerte Aufgabe wäre, zu prüfen, welche Feldforschungsmöglichkeiten Horak nach dem WK II in Franken hatte, wer seine Gewährspersonen waren.

Möglicherweise waren beim Frankenbund von der Aus und Horaks Publikationen in der Reihe »Deutsche Volkstänze« nicht bekannt oder in Vergessenheit geraten. Berührungsängste mit Material aus der NS-Zeit gab es keine. Die Volkstumsarbeit des NS galt bis weit in das ausgehende 20. Jahrhundert als unbelastet. Die Tänze wurden jedenfalls nicht ins Feld geführt, als Hans Beier 1955 daran ging, das fränkische Tanzheft zu schaffen.

Schlamperer
Aus dem vom Bayerischen Rundfunk in Person von Josef Ulsamer zur Verfügung gestellten Material wählte er aber die Schlamperer-Melodie aus. Christian Nützel, Lehrer, Liedersammler und Chorleiter aus Helmbrechts hat aus zwei Vierzeilern ein Lied gemacht. Den ersten Teil »Mei Schatz, des is a Schlampera« (Nützel 1: 313) hat er 1929 in Helmbrechts bei der Fabrikarbeiterin Gretl Thüroff aufgezeichnet, den zweiten Teil »Troch Wasser zu, es Feierheisla brennt« (Nützel 2: 385) 1923 als 2. Vers der Vierzeilerfolge »Herr Jessas naa, Herr Jessas naa, es Feierheisla brennt« in Guttenberg. 1933 brachte Nützel für seinen Männerchor »Liederhort 1923 Helmbrechts e.V.« die beiden Verse zusammen, »womit er offensichtlich einen guten Griff getan: die Liederhortler erkoren den Schlampera zum Leiblied, Schlachtgesang, Triumphmarsch, Heroldsruf und Signal bei allen möglichen Anlässen«, überliefert erstmals in der Vereinschronik vom 25.6.1933 (Taubald 1957: 35) Nützel erhielt bald viele Anfragen von anderen Chören nach dem Lied, plante auch eine Veröffentlichung, fand aber, wegen der »Anzüglichkeit des Textes« keinen Verlag. Beier präferierte die »schmissige Melodie« für seine Jugendarbeit.

Wo fränkisch drauf steht, ist fränkisch drin
1958 wurde die Fränkische Volkstrachtengruppe Hammerbachtal Henfenfeld gegründet. Da es für überliefertes Tanzgut in Henfenfeld scheinbar keine Quellen gab, machte man sich auf die Suche nach entsprechender Literatur und wurde bei der Publikation Hans Beiers fündig. »Als erstes Lehrbuch ... und so konnte nun im kleinen Kreis mit den Proben begonnen werden. ... So besuchten wir im Juli 1958 die Keilbergkirchweih in Tracht. Anschließend die Gemeinden Offenhausen und Kucha, wo auf den Dorfplätzen unsere Fränksichen Tänze gezeigt wurden.« (Christ 2011: 245) Innerhalb weniger Wochen hatten die Henfenfelder die von Beier aus unterschiedlichsten Regionen zusammengestellten und neuentwickelten Tänze adaptiert und ohne Federlesen zur urgeigensten Tradition bestimmt. – Wo fränkisch drauf steht, ist fränkisch drin. Auf diese Weise kam der Schlamperer auch nach Blumenau in Brasilien. Die Tanzleiterin einer Trachtengruppe in der ursprünglich deutschen Siedlung hatte im November 2011 die Galderschummer Kerwa miterlebt und zu Hause als Folkloreshow auf die Bühne gebracht.

Längst interessieren sich Volkstanzgruppen und Volkstänzer für die Geschichte der fränkischen Volkstanzbewegung, möchten mehr wissen über die »Ursprünge unserer fränkischen Volkstänze«. Die Repertoirelisten von Trachtengruppen und Volkstanzgruppen zeigen, dass neben dem bisher als »fränkisch« anerkannten Material längst bewusst Tänze aus anderen Regionen und Ländern getanzt werden. Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege trägt dieser Öffnung Rechnung. »Die Vermittlung überlieferter Musizierpraxis, traditioneller Lieder und Tänze aus Franken steht« bei den Volksmusikintensivtagen in Obertrubach »im Focus. Zudem werden auch Tänze und Tanzmusik anderer europäischer Länder vermittelt, die mittlerweile nach Franken gewandert sind. ... Volksmusik ist pure Lebensfreude.« Mit dem Slogan »Tanzen belebt Körper, Geist und Seele« wird der Tanztag in Eibelstadt beworben und »Ein sommerliches Gemeinschaftserlebnis für Sing-, Tanz- und Musikbegeisterte« verspricht die Werbung zur Volksmusikwoche in Pappenheim. (vgl.: Fränkische Volksmusikblätter 2015/I: 31f.)

Klingt doch gar nicht so viel anders, als noch vor 65 Jahren bei Gerhard Rittner: »Wer noch die Sehnsucht nach Freude bei einem geselligen Zusammensein mit Tanz und Musik in sich trägt, der nehme einmal die Volkstänze her und tanze sie, wenn es auch am Anfang nicht ganz leicht sein wird. Erlöst wird er merken, wie alle Verkrampfung von ihm abfällt und sein Inneres einmal richtig durchgelüftet wird, wie er sich wieder jung fühlt. Lachen und Frohsinn schwingt durch den Raum bei so manchem schwierigen Schritt und vertracktem Hopser.« (Rittner 1950)

Szenetreff Antistadl
Veranstalter und Referenten der eben genannten Landesvereins-Lehrgänge sind u.a. Carolin Pruy-Popp, David Saam, Andreas Richter und Katharina Bauer. Auch bekannt unter dem Namen Boxgalopp. Sie sind eine der Hausbands, die den nicht zuletzt durch den Film »Sound of Heimat« weltweit bekannt gewordenen Antistadl zu dem verhelfen, was er ist: »Frankens erste Adresse in Sachen anarchisch-frecher Traditionspflege, eine feste Hausnummer im Party-Geschehen der Metropolregion« (Antistadl 1)

»Seit 2003 laden Marihuanne&Kiffael einmal jährlich die alternative, progressive Szene traditioneller Musik zur großen Volxmusikparty mit X in den Club. ... Von Polka bis Volxtanzpogo ist alles erlaubt!« (Antistadl 2) und an anderer Stelle »Berühmt berüchtigt ist der Antistadl für die einmalige Stimmung: junge Menschen, die zu Klarinetten und Posaunen wild ihre Hüften schwingen, feiern gemeinsam mit der Mittelalter-Generation – und im Laufe der Jahre haben immer mehr Omis und Opis Gefallen am Besuch im Studentenclub gefunden.« (Antistadl 3) Mehr als 500 waren es dieses Jahr im neuen Domizil in Erlangen. Der Schlamperer ist bei den Mahrsmännchen eine Verbindung eingegangen mit dem Punkrockhit »Self Esteem« von The Offspring.

Wir haben längst gelernt, dass zwischen Volkstanz und Gesellschaftstanz enge Verbindungen bestehen, die an dieser Stelle gar nicht thematisiert worden sind. Wir haben aber bisher noch nicht wirklich hingeschaut, wo Verbindungen zwischen Volkstanzpflege, jugendbewegter Tanzarbeit und Sportlehrerausbildung bestehen. Dieser Beitrag versteht sich als erster Schritt in eine Auseinandersetzung mit der Thematik.




Quellen

Antistadl 1: http://www.nordbayern.de/region/erlangen/die-andere-traditionspflege-antistadl-im-e-werk-1.4131414); Zugriff 18.02.2015

Antistadl 2: http://www.antistadl.de/der-antistadl-volxmusik-ist-rock-n-roll; Zugriff 18.02.2015

Antistadl 3: http://www.antistadl.de/der-antistadl-volxmusik-ist-rock-n-roll/antistadl-e-werk-er; Zugriff 18.02.2015

Au 1935/1958: Au, Hans von der (Hg.): Volkstänze aus der Rhön. Kassel [1935] und Kassel / Basel / London / New York: Bärenreiter, [1958], veränd. Aufl. (= Deutsche Volkstänze 24).

Au 1938/1960: Au, Hans von der (Hg.): Volkstänze aus dem Spessart. Kassel: Bärenreiter-Verlag, 1938 und Kassel / Basel / London / New York: Bärenreiter, 1960, 2. unveränd. Aufl. (= Deutsche Volkstänze 39/40)

Christ 2011: Christ, Heidi: Musikantenhandwerk. Untersuchungen zu musikalischen Traditionen in der Hersbrucker Alb. Uffenheim: Forschungsstelle für fränkische Volksmusik, 2011. (= Veröffentlichungsreihe der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik der Bezirke Mittel-, Ober- und Unterfranken 63).

Cario 1922:  Cario, Elfriede: Alte und neue Volkstänze. Leipzig / Berlin: B. G. Teubner, 1922, 2. Aufl.

Fränkische Volksmusikblätter 2015/1: Die Schriftleitung: Liebe Volksmusikfreunde, liebe Sänger und Musikanten, in: Arbeitsgemeinschaft  Fränkische Volksmusik Bezirk Mittelfranken e.V.: Fränkische Volksmusikblätter. Eine Vierteljahresschrift für die Pflege der fränkischen Volksmusik, des Volkstanzes und des Volkslieds. Vereinsorgan der Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik Bezirk Mittelfranken e.V., 39. Jahrg., Heft 1. Zirndorf / Schwarzenbach a.d. Saale / Wiesenbronn / München 2015.

Geramb 1928: Geramb, Viktor von (Hg.): Die Knaffl-Handschrift: eine obersteirische Volkskunde aus dem Jahre 1813. Leipzig: Walter de Gruyter & Co., 1928.

Horak 1980: Horak, Karl: Meine Feldforschungen zum bayerischen Volkstanz, in: Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V. (Hg.): Volksmusikforschung und -pflege in Bayern. Erstes Seminar. Grundsätzliche Probleme - Gegenwärtige Situation - Vordringliche Aufgaben. Vorträge und Ergebnisse des Seminars in Herrsching am Ammersee, 4.-10. September 1978. Mit einem Kurzbericht über den Verlauf des Seminars und einer Inhaltsangabe der dort gezeigten Ausstellung »Volksmusikforschung in Altbayern«. München: Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V., 1980, S. 075-076.

Langer 1953: Langer, Gerda: Volkstänze und Reigen. Donauwörth: Ludwig Auer - Cassianeum, 1953, 1. Aufl.. (= Pädagogisches wissen und Wirken 88/89 – Sonderheft der Monatsschrift »Pädagogische Welt«).

Nützel 1: Zachmeier, Erwin; Zachmeier, Franziska (Hgg.): Die Liedersammlung des Christian Nützel. Erster Band. München: Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V., 1987. (= Lied, Musik und Tanz in Bayern 32).
 
Nützel 2: Schramm, Franz Josef; Zachmeier, Franziska (Hgg.): Die Liedersammlung des Christian Nützel. Zweiter Band. München: Bayerischer Landesverein für Heimatpflege e.V., 1995. (= Lied, Musik und Tanz in Bayern 46).

Rethfeldt: Rethfeldt, Siegfried: Einige persönliche Beiträge zur Jugendringarbeit (=01237_Siegfried_Rethfeldt.rtf); Zugriff 08.01.2010.

Ritter 1996: Ritter, Claudia: Lehrer Hans Beier und seine Arbeit für Heimatkunde und Heimatpflege. Würzburg: o.V., 1996.

Ritter-Cario 1928: Ritter-Cario, Elfriede: Volkstanz und Singspiel, in: Wirtschaft und Idealismus. Leipzig: [Teubner], 1928, S. 151-155.

Rittner 1950: Rittner, Gerhard (Hg.): Lauf Moidl, spring Moidl. Volkstänze aus deutschen Gauen. München: Val. Höfling, [1950].

Schützenberger 1949: Schützenberger, Erna (Hg.): Spinnradl. Altbayerische Volkstänze. Passau: Bischöfliches Jugendseelsorgamt, 1949.

Taubald 1957: Taubald, Richard: Das Volkslied im Frankenwald. Christian Nützels Sammlung von Volksliedern, Kinderliedern und Volkstänzen aus Helmbrechts und Umgebung, Teil I. o.O.: o.V., 1957. (= Zulassungsarbeit zur Künstlerischen Prüfung für das Lehramt an Höheren Schulen, Fachrichtung Musik [Universität Bayreuth]).

Weis o.J.: http://www.weis-im-web.de/volkstanz/geschichte.html; Zugriff: 18.02.2015.

Wörner-Heil 1996: Wörner-Heil, Ortrud: Von der Utopie zur Sozialreform. Jugendsiedlung Frankenfeld im Hessischen Ried und Frauensiedlung Schwarze Erde in der Rhön 1915 bis 1933. Darmstadt; Marburg: Hessische Historische Kommission Darmstadt; Historische Kommission für Hessen, 1996. (= Quellen und Forschungen zur hessischen Geschichte 104).

Zachmeier 1990: Zachmeier, Stefanie: Untersuchungen zur Entwicklung der Volkstanzpflege in Franken nach 1945. [Bamberg: 1990]. (= Magisterarbeit an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg).

Empfohlene Zitierweise:

Heidi Christ: Mei Schatz, des is a Schlamperer. Fränkischer Volkstanz zwischen Reformbewegung und Szenetreff, in: Forschungsstelle für fränkische Volksmusik, URL http://www.volksmusik-forschung.de/ (10.06.2016)