Wenn du bei mein Schätzchen kommst // An einen Boten

Wenn du bei mein Schätzchen kommst // An einen Boten

ID: 256253 | Typ: Lied

Strophen

1. Wenn du bei mein Schätzchen kommst, sag: ich ließ sie grüßen; wenn sie fraget, wie mir’s geht, sag: auf beiden Füßen. Wenn sie fraget, ob ich krank, sag: ich sei gestorben, wenn sie an zu weinen fangt, sag: ich käme morgen.

Quelle / Herkunft

Angaben zu Quellen und Herkunft des Lieds, wie sie im Liederbuch selbst stehen

1778 druckte Nicolai das ihm von Justus Möser nach mündlicher Überlieferung im Osnabrückischen aufgezeichnete Lied in parodistischer Absicht, erreichte damit aber das Gegenteil: “Besonders gefällt mir das kleine ‘An einen Potten’. Ist es alt?” (Heinrich Christian Boie 1778 an Nicolai). Arnim und Brentano nahmen es unverändert ins Wunderhorn auf, was Goethe zum Lob “einzig lustig und gutlaunig” und viele Dichter zu Variationen anregte. Heine: “Wenn du eine Rose schaust, / sag ich laß sie grüßen”. Max Reger hat die fröhliche ‘Liebesprobe’ 1899 vertont.

Bibliographische Angaben

Rölleke, Heinz (Hg.): Das Volksliederbuch. Über 300 Lieder, ihre Melodien und Geschichten. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1993, S. 201.

Bemerkungen

u. a. Einschätzungen der Forschungsstelle zu Konzeption und Intention des Liederbuchs

Lieder mit Melodien; alle Strophen aufgenommen; ausführliche wissenschaftliche Kommentare zu den Liedern.

Signatur

FFV_LB_0806

Wenn du bei mein Schätzchen kommst // An einen Boten